Gellertberg

Auf dem Gellertberg, früher Gipshübel genannt, wurde bereits schon im 12. Jh. durch Mönche Wein angebaut. Der Plänermergel begünstigt Wachstum und Geschmack des hier gedeihenden Weines.
Aber nicht nur für Weinfreunde ist ein Besuch des Gellertberges (177,8 m) zu empfehlen. Dort oben steht ein kleines ehemaliges Jagdhaus, das heutige "Gellerthäuschen". Der Name soll an den Aufenthalt des bekannten Dichters Christian Fürchtegott Gellert in Oberau (1769) erinnern. Daneben steht eine 1824 erbaute künstliche Ruine eines Turmes - sie wurde für Rittergutsfeste genutzt.

Von hier aus bietet sich ein herrlicher Ausblick von den Weinbergen weit nach Süden und Westen über Nassau und Spaargebirge hinaus, auch auf den Meißner Dom und die Albrechtsburg. Auf der Rundfläche des Berges, wo noch heute uralte Linden stehen, fanden früher Jagdgelage statt, wurden Erntedankfeste gefeiert und eine Zeit lang auch Waldgottesdienste abgehalten. Anfang der fünfziger Jahre wurde dort eine Freilichtbühne errichtet, auf der das alljährliche Pfingstsingen eine schöne Tradition erlangt hat.

In halber Höhe des zur Bahnlinie abfallenden Hanges steht eine Steinsäule mit der Aufschrift "Gellerts Brunn".
Sie
erinnert an den früher unweit gelegenen Gellertbrunnen.
Beim Bau der Eisenbahnlinie Dresden-Berlin sollte er ganz beseitigt
werden, wogegen sich der Besitzer des Rittergutes Oberau, Henning
von Arnim, wehrte. Er erreichte schließlich sogar, dass der Brunnen
durch starke Mauern gestützt und gegen die Bahnlinie abgegrenzt
wurde. Leider versiegte die Quelle später trotzdem.
